Bewertung 5 von 5 Sternen Studenten-Girokonto

Gutes Studenten-Girokonto: Was gehört rein?

Bei einem Girokonto gibt es viele Konditionen, die für den einen Vorteile bringen, dem anderen aber egal sind. Ein paar Details sollten aber – gerade für Studenten – auf jeden Fall stimmen.

Kostenlos? Klar! Kreditkarte dabei? Auch! Gute Verzinsung? Wäre schön! Wir haben eine Checkliste für euch zusammengestellt, worauf ihr beim Studenten-Girokonto achten solltet:

  • Keine Kontoführungsgebühren – es sollte selbstverständlich sein und ist bei den meisten – aber noch lange nicht bei allen – Kreditinstituten normal: Ein Studenten-Girokonto muss kostenlos sein!
  • Kein monatlicher Mindestgeldeingang – selbst, wenn man als Studierender ein regelmäßiges Einkommen hat, dann ist das oft nicht sehr hoch. Fürs Konto gilt deshalb: Ein Mindestgeldeingang in den Konditionen ist ein guter Grund, weiter zu suchen.
  • Kostenlose Kreditkarte – das ist längst noch nicht selbstverständlich, bietet euch aber handfeste Vorteile, gerade, wenn ihr mal im Ausland unterwegs seid. VISA oder Mastercard sollte immer dabei sein.
  • Kostenlos Geld Abheben – das sollte mit der Kreditkarte einhergehen. An je mehr Stellen ihr weltweit kostenfrei Geld abheben könnt, desto besser! Viele Anbieter werben damit, dass ihr an 1.000, 2.000 oder 5.000 Automaten quer über den Erdball ohne Zusatzkosten Geld abheben könnt. Im Kleingedruckten findet man dann die Einschränkung, dass es nur an Automaten des eigenen Instituts geht, die zu 99% in Deutschland stehen. Das hilft beim Backpacking in Thailand nur unzureichend.
  • Gute Zinsen – Die Verzinsung beim Studenten-Girokonto ist grundsätzlich relativ gering, schließlich ist es kein Sparbuch und nicht zum Anlegen gedacht, sondern für den täglichen Gebrauch. Eine gewisse Verzinsung (im Schnitt sind es 0,2 bis 0,3%) sollte trotzdem drin sein, ist aber sehr selten. Ausnahme ist das myGiro Karriere von der National-Bank: 2,5% Guthabenzinsen sind im Vergleich spitze!
  • Niedriger Zinssatz für Dispositionskredit – niemand rutscht auf dem Konto gern unter Null, aber wenn die Nebenkostennachzahlung mal höher ist als erwartet oder der Spontanurlaub noch finanziert werden will, kann das mal passieren. Kein Beinbruch, solange die Dispozinsen in einem verträglichen Rahmen liegen (1822direkt gehört zu den Top 5). Mehr als 10% sollten sie nicht betragen!
  • Günstig auch nach dem Studium – irgendwann hat seinen Abschluss in der Tasche (zumindest im Idealfall) und für die Bank des Vertrauens ist das oft ein Grund, die Konditionen zu ändern. Aus dem Studentenkonto wird ein „normales“, plötzlich zahlt man Kontogebühren, muss Einkommen nachweisen und der Dispo geht durch die Decke. Im schlimmsten Fall noch während des Studiums, wenn man ein bestimmtes Alter erreicht. Darum: Genau anschauen, wie die Anschlusskonditionen für Nichtstudenten aussehen, ob es Altersgrenzen gibt und wie teuer es wird. Lieber gut vorbereitet (und im Zweifel schnell wechseln!) als böses Erwachen. Mit einem Konto, dass nicht speziell auf Studenten zugeschnitten ist wie DKB-Cash oder ING DiBa Girokonto kann das übrigens nicht passieren.

Das sind natürlich nur ein paar Eckpunkte. Eine kostenlose EC-Karte ist ebenso selbstverständlich wie die Möglichkeit des kostenlosen Onlinebankings. Andere „Gimmicks“ wie spannende Prämien oder integriertes Tagesgeldkonto sind für Studenten erstmal nette Dreingaben, sollten aber nicht das Hauptargument für ein Girokonto sein, vor allem, wenn die Basics nicht stimmen.

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