Studienfinanzierung

Wie finanziert sich der Deutsche Student?

Studienfinanzierung: Nebenjob oder die Eltern? Als wissenschaftliche Hilfskraft oder durch Rücklagen? Wie finanzieren sich Deutsche Studenten und mit wie viel Geld müssen sie im Monat auskommen? Informationen zum Thema, Tipps und alternative Finanzierungen findet ihr hier.

Der „faule Student“ ist ein Vorurteil, das sich leider nach wie vor in manchen Köpfen hält, obwohl es längst der Vergangenheit angehören sollte. Die Zahlen, die gegen dieses Bild sprechen, beginnen bei den über 60% aller Studenten, die neben dem Studium einer Arbeit nachgehen und enden bei den 40% aller Studierenden, die am Ende des Monats trotzdem nicht genug Geld übrighaben. Ein Ausgleich, den zunehmend mehr Studenten nutzen ist, dass sie einen Kredit beantragen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung veröffentlicht regelmäßig einen Bericht über die wirtschaftliche Lage von Studierenden, aus dem wir hier die interessantesten Fakten zusammengetragen haben.

Die Kostenfaktoren der Studienfinanzierung

Ein großes Problem bei der Finanzierung des Studiums ist, dass der größte Kostenfaktor in den allermeisten Unistädten immer weiterwächst: die Miete. Etwa 40% des Geldes müssen jeden Monat für die Miete bezahlt werden, wobei München mit durchschnittlich 600€ Miete die teuerste Studentenstadt in Deutschland ist.

Arbeit nebenbei verlängert das Studium

Hinzu kommt, dass die Arbeit neben dem Studium natürlich eine zusätzliche Belastung neben dem lernen für Prüfung und dem Besuchen von Seminaren darstellt. Dadurch entwickelt sich ein deutlicher Unterschied in der Studienzeit zwischen Studierenden, die neben dem Studium arbeiten müssen und denen, bei denen dies nicht nötig ist.

Gerade, weil heute mehr denn je ein junger Einstieg in die Berufswelt gefordert wird und das Studium möglichst in Regelstudienzeit abgeschlossen werden sollte, entwickelt sich hier eine ungerechte Schieflage. Manche Studierende suchen eine alternative, indem sie zum Beispiel einen Kredit beantragen. Damit kann entweder der zusätzliche Verdienst durch eine Nebentätigkeit komplett ersetzt werden oder es sind zumindest weniger Stunden Arbeit in der Woche nötig.

Tipps zum Sparen im Studium

Neben vielen Problemen im Studium, was Geld angeht, haben Studierende natürlich auch viele Vorteile. Wer den Studentenstatus zu nutzen weiß, kann an sehr vielen Stellen sparen und damit versuchen, die Haushaltslücke am Ende des Monats zu bekämpfen.

1. Studentenrabatte

In keiner Lebenslage, außer vielleicht während der Rente, bekommt man an so vielen Stellen Sonderangebote und Rabatte, wie als Student. Besonders der Kostenfaktor Freizeit und Kultur lässt sich hier oft drastisch reduzieren. Ob im Kino, im Theater oder beim Besuch im Freibad: der Studentenausweis sollte immer dabei sein, um die teils starken Rabatte auszunutzen.

2. Günstiger Verpflegung

Während selbst Kochen im Endeffekt immer am günstigsten und in den meisten Fällen auch am gesündesten ist, kommt man auch in den meisten Mensen der Universitäten sehr günstig weg.

3. Reisekosten

Fahrtkosten machen tatsächlich durchschnittlich einen relativ großen Teil der Kosten bei der Studienfinanzierung aus. Deswegen sollte man das Semesterticket im Studium so klug wie möglich nutzen. Nehmen wir als Beispiel Düsseldorf: hier bekommt man während des Studium das NRW Ticket. Wenn man dann etwa nach Berlin will, kann man wahrscheinlich einen Teil der Fahrtkosten einsparen, wenn man zunächst umsonst mit dem NRW Ticket nach Bielefeld fährt und erst von da aus den Rest der Fahrt zahlen muss.

Verschuldeter Einstieg ins Berufsleben

Nach 3, 5 oder mehr Jahren ist das Studium endlich abgeschlossen. Monate in der Bibliothek, vor Hausarbeiten oder Seitenweise Formeln, purer Stress vor mündlichen Prüfungen und hunderte Vorlesungen und Seminare. Dabei in den meisten Fällen noch ein Nebenjob, und trotzdem gerade so genug Geld zum Leben. Aber es hat sich alles gelohnt. Endlich kann die Jobsuche beginnen, hoffentlich mit guten Chancen aufgrund des Studiums.

Und bei 44% aller Studierenden mit Schulden die in die Tausende gehen. Traurig aber wahr, zu den „Belohnungen“ des Studiums gehört in vielen Fällen, dass man erst mal einen Schuldenberg abtragen darf, entweder durch das BAföG oder eine andere Form von Studienkredit.

In den meisten Fällen ist es aber so, dass Kredit zur Studienfinanzierung relativ tolerante Konditionen haben, was das Zurückzahlen des Darlehens angeht. Man muss also nicht sofort nach dem Studium alles zurückzahlen, sondern kann sich damit Zeit lassen und den Kredit abstottern, wenn man im Berufsleben steht und Geld verdient.

Fazit zu Studienfinanzierung

Die Studienfinanzierung in Deutschland ist zwar sehr viel einfacher, als etwa in den USA aber auch hierzulande müssen viele Studierende einen Kredit aufnehmen oder nebenbei arbeiten. Man muss sich dabei als angehender Student vor allem die Frage stellen, ob man bereit ist, das Studium teils für einen Job hintenanzustellen oder ob man lieber am Ende des Studiums einen Kredit zurückzahlt.

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